Blogartikel zum Podcast #012_Vorsorgevollmacht & Patientenverfügung -hast du dich darum schon gekümmert? -kurz und kompakt-

Blogbeitrag zur Podcastepisode #012 Vorsorgevollmacht & Patientenverfügung -kurz und kompakt (Single-Edition Vol.3)-

 

 

In dieser kompakten Episode geht es um den Unterschied zwischen Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsvollmacht und was Du unbedingt beachten und wissen solltest. Ich weise darauf hin, dass dies keine Rechtsberatung ersetzen kann, sondern ich Dir nur entsprechende Hinweise gebe.

Du kennst dies sicherlich auch: Du schiebst wichtige Dinge, die unbedingt geregelt werden müssen, immer wieder auf, da es für dich ein Angang ist, sich darum zu kümmern.

Und im Bereich Vorsorgevollmacht ist dies nach meiner Erfahrung auch so.
Viele glauben, dass deine engsten Familienangehörigen, wie z.B. dein Ehegatte/deine Ehegattin oder deine Kinder, für dich Entscheidungen treffen könnten, wenn du dies aufgrund eines Unfalls, einer schweren Krankheit oder einer eintretenden Demenz im Alter, nicht mehr kannst.

Dies ist aber leider nicht so. Du kannst von der Familie in rechtlichen Dingen nicht vertreten werden. Dies gilt für alle Familienmitglieder!

In unserem Recht haben nur Eltern als Erziehungsberechtigte gegenüber ihren minderjährigen Kindern ein umfassendes Sorgerecht und damit die Befugnis zur Entscheidung und Vertretung in allen Angelegenheiten.

Für ein volljähriges Familienmitglied können hingegen die Angehörigen nur in zwei Fällen entscheiden oder Erklärungen abgeben: Entweder aufgrund einer rechtsgeschäftlichen (und rechtssicheren) Vollmacht oder wenn sie gerichtlich bestellte Betreuer sind.

Insofern ist die rechtzeitige Regelung über eine Vorsorgevollmacht, sowie einer als Bestandteil wichtigen Patientenverfügung und einer Betreuungsvollmacht elementar, um ein hohes Maß an Selbstbestimmung nicht zu verlieren, sondern zu erhalten.

Der Gedanke, dass eine fremde Person, die keinerlei Bezug zur der Familie hat, vom Amtsgericht als Betreuer bestellt wird und damit ggs. über Leben und Tod Deines Angehörigen mit entscheiden kann, ist doch eine schlimme Vorstellung.

Es wird zwar seit einigen Jahren politisch darüber diskutiert, das Gesetz zu ändern, in dem automatisch -ohne eine separat erforderliche schriftliche Regelung- die engsten Familienangehörigen für dich entscheiden könnten, wenn du nicht mehr handlungsfähig bist. Aber -wie so oft- wurde die Entscheidung immer wieder aufgeschoben. Also ist jetziges Handeln und die richtigen Dinge tun extrem wichtig!

Im Herbst 2019 sind zu dieser sehr umfangreichen Thematik noch 2 oder 3 ausführliche Podcastfolgen von meiner Seite geplant. Außerdem möchte ich diese Folgen mit einem Interview eines Notars und eines Anwalts verbinden, damit auch von der rechtlichen Seite ein Einblick und eine Einschätzung (zum Beispiel auch Auswirkungen auf bestehende Patientenverfügung aufgrund verschiedener BGH-Urteile) erfolgen kann.

Auch zu dem in dem Podcast angesprochenen Thema „Notfallordner“ für Privatpersonen und Unternehmer wird es demnächst weitere Informationen geben.

Shownotes:

Dein Podcaster und Blogger Alexander Katz

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