Lexikon – Was sind Bereitstellungszinsen bei einer Baufinanzierung?

Was sind Bereitstellungszinsen?

Dieser Begriff wird oftmals falsch interpretiert bzw. zu wenig Bedeutung bei einer Finanzierung beigemessen.

Bereitstellungszinsen sind die Sollzinsen, die du für den nicht in Anspruch genommenen Teil deines Baufinanzierungsdarlehen bezahlst.
Deshalb ist es wichtig, bei Abschluss deines Kreditvertrages darauf zu achten, ab welchem Monat Bereitstellungszinsen anfallen (der Standard liegt in der Regel bei 3 Monaten). Dies ist besonders bei Neubauten wichtig, da hier oftmals eine Bauzeit von 1 Jahr oder länger berücksichtigt werden muss.

Wenn du als Beispiel insgesamt 7 oder 8 Raten für die Erstellung des Neubaus nach dem jeweiligen Baufortschritt zahlen musst, dann wird zunächst dein geplantes Eigenkapital eingesetzt, dann werden sukzessive die geplanten Kredite bei der Finanzierungsbank in Anspruch genommen. Wenn dann beispielsweise nach Ablauf des 6.Monats Bereitstellungszinsen anfallen, gilt dies immer für den Darlehensbetrag, der noch nicht in Anspruch genommen wurde.

Für eine längere bereitstellungszinsfreie Zeit fällt in der Regel ein Zinszuschlag für die normale Darlehenskonditioin an. Dies kann aber von Bank zu Bank sehr unterschiedlich sein.

Der Bereitstellungszinssatz ist mit bis zu 3% p.a. (0,25% pro Monat) in der Regel leider immer noch deutlich höher, als der eigentliche Darlehenszins. Nur wenige Banken haben die Höhe des Bereitstellungszinssatzes der aktuellen Zinslandschaft angepasst. Insofern ist es besonders wichtig, die einzelnen Kreditbausteine so zu planen, dass es bis zu der kalkulierten Fertigstellung deines Hauses passt und diese Zusatzkosten minimiert werden können.

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Alexander Katz

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