Update 08.02.2019: Meine frustierenden Erfahrungen bei der Suche nach einem Einfamilienhaus (EFH)

Update 08.02.2019 (erfolgte Objektbesichtigung):
weiter gehts…dann hat tatsächlich am Sonntag, den 03.02.2019 die vereinbarte Objektbesichtigung stattgefunden. Leider war unser Sachverständiger, den wir mitnehmen wollten, krank. Im Nachhinein war das nicht so schlimm, denn wir brauchten keinen Sachverständigen. Warum werdet ihr fragen?

Wie -fast immer- stellte sich das Objekt nicht so dar, wie im Exposé beschrieben. Es waren erhebliche Modernisierungsmaßnahmen erforderlich, das Objekt machte zudem einen sehr ungepflegten Eindruck. Und auch bei dieser Besichtigung konnten viele wichtige Fragen zum Objekt vom Makler nicht oder nur pauschal beantwortet werden (hierzu muss ich ergänzen, dass der Makler, der mit uns durch das Objekt ging, nur ein „Aushilfsmakler“ war, da an dem besagten Sonntag sehr viele Interessenten durchgeschleust wurden).  Wir hatten den Eindruck, dass er sich aber noch nicht mal mit dem Exposé detailliert befasst hat bzw. von dem „Hauptmakler“ nicht entsprechend eingewiesen wurde.

Zu der Frage wie alt die Heizungsanlage sei (wegen evtl. notwendiger Investition in energetische Massnahmen, was ja bei älteren Objekten nicht unüblich ist), kam immerhin die Antwort: 30 Jahre, aber die Heizung ist top in Schuss und hält mindestens noch 5 Jahre. Diese Aussage möchte ich nicht kommentieren.  Die nächste Frage: die Elektroleitungen sind teilweise sehr alt und dürften insofen den heutigen Anforderungen nicht bzw. nur zum Teil entsprechen. Welche Maßnahmen sind hier erforderlich? Wann wurden die Elektroleitungen zuletzt erneuert? Hier kam die Antwort, da müssen wir den Eigentümer fragen (ich dachte, man bespricht dies grundsätzlich vorher mit dem Eigentümer). Alle weiteren Fragen bzw. die Antworten gingen in die ähnliche Richtung.

Der Makler hätte bei Vermittlung nicht 3% Maklercourtage, sondern 4% Maklercourtage zzgl. Mehrwertsteuer erhalten. Leider ist die Maklerprovision in Deutschland immer noch nicht einheitlich geregelt. Wir hätten auch kein Problem, eine höhere Maklercourtage zu bezahlen, allerdings dann bitte ich mit einem entsprechenden Leistungspaket des Maklers, denn dafür wird er schlussendlich bezahlt! Und die Zusage des Maklers, dass uns die ausstehenden Fragen zeitnah via E-Mail beantwortet werden, wurde nicht eingehalten. Na ja, vermutlich hat sich an dem Sonntag ein Käufer gefunden, der bereit ist, einen überhöhten Preis zu zahlen, der nicht marktgerecht ist.

Fazit: Unsere Suche geht weiter, wir haben keinen Zeitdruck. Allerdings nehmen wir immer mehr Abstand davon , alte Objekte mit Renovierungsbedarf zu besichtigen, da das Verhältnis des Kaufpreises zu den notwendigen Modernisierungsmaßnahmen in keinem gesunden Verhältnis steht.

 

Update 31.01.2019:
jetzt ist schon wieder über 1/2 Jahr vergangen (seit meinem Bericht im Juni 2018) und meine Erfahrungen mit den Besichtigungen wurden nicht wirklich besser.

Immer wieder scheitert mein konkretes Interesse daran, dass entweder die Kaufpreisvorstellung deutlich zu hoch ist und nicht dem Substanzwert der Immobilie entspricht oder, dass vom Makler bei älteren Objekten auch eine grobe Einschätzung der Renoverierungskosten (gerade bei elementaren Mängel, wie z.B. für die Behebung von Feuchtigkeitsschäden) nicht erfolgen kann. Auf der anderen Seiten soll ich mich dann innerhalb von 48 Stunden entscheiden, ob ich kaufen möchte.

Jetzt habe ich am Sonntag, den 03.02.2019 wieder eine Besichtigung eines älteren Objektes und nehme aber direkt einen Sachverständigen mit. Ich bin gespannt und werde berichten!

Hier der Artikel aus Juni 2018:

Jetzt erlebe ich es aus meiner eigenen Perspektive, wie frustierend die Suche nach einer Immobilie zur Eigennutzung, die über Makler angeboten werden, sein kann. Hier ein kleiner Auszug aus meinen erfolgten Besichtigungen der letzten 12 Monate:

 

Ein EFH wird als freistehend angepriesen
Aus den Fotos ist es nicht eindeutig ersichtlich. Bei der erfolgten Besichtigung stellt sich heraus, dass das Haus ganze 7 cm von dem Nachbarhaus absteht. Lt. Makler darf es dann dennoch als freistehend angepriesen werden. Meine Zeit hierfür hätte ich mir sparen können.



Ein älteres EFH wird als renovierungsbedürftig eingestuft. Makler schätzt die Kosten auf TEUR 20-30.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus den erforderlichen Renovierungsarbeiten:
Keller war komplett feucht, eine Trockenlegung von außen mit Freilegung der Grundmauern wäre erforderlich gewesen, Heizung 30 Jahre alt, neue Heizung erforderlich, Heizkörper hatte der  bisherige Eigentümer abmontiert und mitgenommen. Also auch neue Heizkörper erforderlich. Einfachverglasung aus den 50igern, Austausch der Fenster erforderlich. Der angebotene Preis wäre dann angemessen gewesen, wenn die Renovierungen bereits erfolgt wären; geschätze Kosten mindestens TEUR 80. Insofern war der Preis völlig überzogen und unrealistisch.
Aber der Makler war entspannt: „Es wird sich schon jemand finden, der kauft. Denn das Angebot ist knapp, und die Nachfrage hoch“.


 

Ein EFH in Randlage aus den 60igern war gut gepflegt, hier wäre auch der Preis angemessen gewesen.
Allerdings wurde die Immobilie über einen Verbundmakler einer Bausparkasse angeboten. Vorher war eine Bonitätsprüfung Voraussetzung, was wir auch notgedrungen akzeptiert hatten, um überhaupt die Möglichkeit zu haben, die Immobilie zu besichtigen.

Dann bekundeten wir unser Interesse, und es kamen folgende Einschränkungen:
Einen Zuschlag würden wir nur erhalten, wenn wir auch die Finanzierung über die Bausparkasse machen würden, und dann natürlich als zwingende Voraussetzung mit Abschluss eines Bausparvertrages. Also Optimierung der Provisionseinnahmen für den Makler aus Maklerprovison, Finanzierungsvermittlungsprovision und Abschlussgebühr Bausparen. Der Kunde bleibt auf der Strecke.

Nach außen hin dürfte der Makler dies natürlich so nicht kommunizieren. Denn, Koppelgeschäfte sind gesetzlich verboten, aber wenn man dann den Zuschlag nicht erhält und man unbedingt kaufen möchte, was macht dann der Interessent? Er kauft und akzeptiert die Bedingungen, notgedrungen. Wir haben es jedenfalls nicht gemacht.

Meine abschließende Frage war dann: Wenn ich Ihnen das Haus sofort in bar bezahlen würde, erhalte ich dann den Zuschlag? Klare Antwort: NEIN!!!


Resümee für uns:

Wir suchen jetzt nach einem Baugrundstück und planen dann selbst unser (Fertig-)Haus. Aber die Schwierigkeit ist jetzt, finde ein Baugrundstück, dass nicht schon an einen Bauträger verkauft ist und dies nur mit einem Neubau verkauft wird. Oder städtische Gemeinden Häuser in Neubaugebieten nur für junge Familien mit Kindern anbietet. Da sind wir als Best-Ager auch raus.

Wir werden aber nicht aufgeben und weitersuchen:-)

 

 

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